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Fäkalienabsauganlagen und Deckstutzen PDF Drucken E-Mail
- Es könnte so einfach sein

Der Gesetzgeber hat die Mehrzahl der Bootsbesitzer dazu verpflichtet, Ihre Schiffe mit Rückhaltesystemen für Schwarzwasser nachzurüsten. Es ist somit in vielen Gebieten nicht mehr zulässig, die Toilettenabwasser direkt nach außenbords zu leiten.

Die Nachrüstung des Tanks an Bord ist neben dem nicht unerheblichen finanziellen Aufwand auch sehr oft nicht einfach umzusetzen, da der richtige Einbauort erst gefunden werden muss.
Wenn aber auch dieses Problem gelöst ist und man sich mit der neuen Einrichtung an Bord arrangiert hat, sollte die Handhabung eigentlich recht einfach sein.

Bei den Hafenbesuchen sollte der nun gut gefüllte Tank an der Fäkalienabsauganlage geleert werden. Und genau hier beginnt oftmals das Problem. Der Absaugschlauch passt nicht zum Anschluss auf den Deckstutzen. Sowohl der nun frustrierte Bootsbesitzer als auch der Marinabetreiber können sich oftmals dieses Problem nicht erklären, da beide erst kürzlich das Equipment gekauft haben und es somit dem neusten Stand der Technik entsprechen müsste, oder?

Die Lösung des Problems wäre eigentlich sehr einfach gewesen, hätten sich die Hersteller folgende Frage gestellt:Warum nutzen wir nicht alle Ausrüstung nach den ISO-Standard ? 

Viele Marinabetreiber sind dazu aufgefordert worden, Fäkalienabsauganlagen in Ihren Häfen zu installieren. Dies geschah zum Teil aufgrund von Gesetzesvorschriften, zum Teil auf Drängen der Bootsbesitzer und zum Teil aus eigener Überzeugung, dass es sich um eine sinnvolle Einrichtung handelt. Wenn aber jetzt im täglichen Handling Probleme mit den Verbindungen und Abdichtungen auftreten, wachsen der Frust und der Unmut. Dabei könnte es so einfach sein wie tanken.

Bereits in den 70er Jahren wurden die ersten internationalen Standards für Deckstutzen geschaffen. Diese sahen nur ein Gewinde von 1 ½“ vor. Damals gab es die Absicht, dieses als Standard für alle Yachten weltweit einzuführen. Dies gelang nicht.

Im Jahr 2000 wurde ISO-Norm überarbeitet, um die Entsorgung einfacher und effizienter zu machen. Das Ziel war es, ein System so einfach wie das Betanken eines Autos an der Tankstelle zu entwickeln.
Es entstand hieraus die ISO 8099, welche sicherstellen sollte, dass alle Boote mit einem Deckstutzen entsprechend der ISO-Norm problemlos den Fäkalientank abgesaugt bekommen.

Auf den Yachten werden nach wie vor eine Vielzahl von verschiedenen Decksverschraubungen eingesetzt, die häufig nicht der ISO 8099 entsprechen und somit nicht an das vorhandene System passen. Dies hat zur Folge, dass die Entsorgung nur schlecht und schwerlich oder gar nicht funktioniert. Selbst neue Yachten werden mit Deckstutzen die nicht der Norm entsprechen gebaut und ausgeliefert.

Es gibt drei verschiedene Möglichkeiten das Problem zu lösen:

1. Ersetzen Sie den vorhandenen, nicht der Norm entsprechenden Deckstutzen gegen ein ISO 8099 Stutzen

2. Kaufen Sie sich einen Einschraubadapter für Ihren Deckstutzen und führen Sie ihn immer mit sich. Ein Adapter für 1 ½“ oder 1 1/4“ ist im Fachhandel erhältlich. Dieser ermöglicht Ihnen, eine einfache Benutzung wie beim Tanken.

3. Kaufen sie sich einen Gummikonus, welcher auf der Absauganlage montiert werden kann. Dieser gibt Ihnen die Möglichkeit, auf fast jeder Art von Decksverschraubung eine Verbindung zu einer Fäkalienabsauganlage herzustellen, sofern dieser eine Decksöffnung zwischen 25-50mm hat. Der Nachteil besteht darin, dass der Adapater während des Absaugvorgangs permanent festgehalten und auf die Öffnung gedrückt werden muss und somit absolut unkomfortabel in der Benutzung ist.

Mit der Verwendung der Adapter kann zwar eine Entsorgung des Fäkalientanks durchgeführt werden, die gewünschte Plug & Play Lösung wird jedoch nicht ermöglicht. Zudem zwingt es den Hafenbetreiber oder den Bootsbesitzer dazu, eine Auswahl an Adaptern stets griffbereit zu haben.

Die optimale Entsorgungslösung ermöglicht eine schnelle, unkomplizierte, geruchsfreie und saubere Entleerung des Systems. Denken Sie nur daran, Sie müssten Ihr Auto beim Tanken mit einer nicht passenden Zapfpistole betanken, und der Benzingeruch würde Ihnen die ganze Zeit direkt ins Gesicht ziehen.

Weiterhin besteht für gewisse Anlagen die Gefahr, dass durch die nicht erfolgte korrekte Abdichtung nicht nur keine Entleerung des Fäkalientanks geschieht, sondern das System sich aus Sicherheitsgründen selbst ausschaltet. Nicht alle Arten von Fäkalienabsauganlagen sind trockenlaufsicher. Dies passiert nicht bei einer Fäkalienabsauganlage aus dem Hause Rheinstrom, diese sind absolut trockenlaufsicher.

Man kann nun feststellen, daß die Handhabung einfach und unkompliziert wäre, wenn alle Schiffe einen Deckstutzen entsprechend der Europäischen Norm ISO 8099 hätten und die Hersteller der Absauganlagen ebenfalls  eine entsprechende Absaugeinrichtung an Ihren Anlagen montieren würden. Wir als Hersteller solcher Anlagen machen dies seit Jahren; wäre es nicht auch für Sie an der Zeit umzudenken?

Für weitere Fragen zu diesem Thema erreichen Sie uns unter
Rheinstrom Pumpenfabrik GmbH, E-Mail: info@rheinstrom-pumpen.de

 
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